Donnerstag, 5. Dezember 2013

Convention Manchester Teil 4

Der vierte und letzte Tag unserer Reise begann zum Glück ein wenig später als die anderen davor, dafür musste aber in aller Frühe eine logistische Meisterleistung abgeliefert werden. Koffer packen stand auf dem Programm. Alle Einkäufe, Geschenke und die Sachen die man von daheim mitgebracht hatte wollten verstaut werden. Immer wieder wurde nachgewogen damit auch ja nichts zu schwer ist, dann wieder umgeschlichtet damit nichts kaputt geht usw. bis wir endlich alles untergebracht hatten. Caros Koffer sah aus als würde er jeden Moment platzen. Nachdem die Koffer im Gepäckraum vom Hotel verstaut waren und wir gefrühstückt hatten, bestellten wir schon mal ein Taxi für den Nachmittag vor. Aufgrund des vielen Gepäcks und da wir ja zu viert waren orderte die Rezeptionistin extra ein großes Taxi bzw. einen Minibus.

Für uns ging es aber erst noch ein letztes mal in die Stadt, die restlichen Pfunde loswerden und ein paar Auftragseinkäufe abarbeiten. So sollte ich eine DVD besorgen. Gesagt getan, mir noch eine CD dazu gekauft und schon beim Rausgehen nahm ich ein Piepen wahr, dachte mir aber nichts dabei. Im nächsten Geschäft piepste es beim Reinlaufen. Fanden wir sehr merkwürdig, aber erst als es beim Rausgehen wieder piepte und außer mir niemand durch die Tür ging haben wir endlich kapiert das ich das bin und es an dem in der DVD Hülle versteckten Sicherheitsaufkleber lag den der Verkäufer nicht entfernt hat. So habe ich seinen Job übernommen und das Etikett entfernt und schon piepste nix mehr. Während Moni eine Brotzeitbüchse käuflich erwerben wollte amüsierten Bine und ich uns köstlichst über eigenartige Kochbücher, lustig betitelte Fotoalben oder die "Instant ugly Sweater". Habe ich schon erwähnt das wir dieses Wochenende immer wieder mal mehr oder weniger Pech hatten? Diesmal war Moni an der Reihe, denn man konnte zwar schon schauen, aber verkaufen durfte der Laden erst später, wir mussten also ohne Brotzeitbüchse weiterziehen. So begaben wir uns auf die Suche nach einem Fußballtrikot eines bestimmten Spielers mit für uns Franken seltsam klingendem Namen, ich sag nur "Irgendwas mit "Kaga". (Aus "K" wird ja gern mal "G" gemacht und so kann man sich ja denken was uns dazu eingefallen ist.) Wir also ewig nach einem Laden gesucht in dem es Fußballsachen gab, umso mehr gefreut endlich einen gefunden zu haben. Komisch nur das es da nix von diesem Spieler gab. Zum Glück haben wir nicht gefragt, nicht nur weil wir keine Ahnung hatten wie der Spieler richtig heißt, sondern weil wir festgestellt haben das es in dem Laden nix von den Roten, sondern nur von den Blauen gab. Tja, Frauen und Fußball ist halt doch so wie Männer und Basteln. ;)

 






Nachdem wir alles Geld, bis auf knapp 20 Pfund fürs Taxi, ausgegeben hatten verbrachten wir die restliche Zeit beim Essen und quatschen in "The Bank". Eine Mischung aus Pub und Restaurant das von Außen wie ein Tempel wirkt, innen aber urgemütlich und superschön eingerichtet ist. 






Doch irgendwann ist auch die lustigste Reise zu Ende und so warteten wir in der Hotellobby auf unser "großes" Taxi. Da hielt auch schon das Erste, ein Kombi, aber unseres konnte das ja nicht sein, schließlich erwarteten wir ja ein Großes. Der Fahrer kam zu uns und wollte wissen ob wir ein Taxi bestellt hätten worauf wir noch so dämlich antworteten "Ja, aber ein großes, wir warten noch." Erst als er die Zimmernummer nuschelte dämmerte uns, dass dies wohl doch unser Taxi sein muss. Naja und so quetschte der lustige Herr all unser Gepäck in den Kofferraum was zwar hineinpasste, aber die komplette Sicht nach Hinten versperrte. Auch wir quetschten uns zu dritt auf die Rücksitzbank und ab ging es Richtung Flughafen. Der arme Taxifahrer muss auch froh gewesen sein als er dort ankam da wir das ganze "amazing" Wochenende während der Fahrt Revue passieren liesen und immerzu lachen mussten. Bestimmt hat er deswegen einen Aufschlag für seelische Qualen oder etwas in der Art verlangt denn die Fahrt kostete nicht wie von uns angenommen (und bei all den anderen Taxifahrten auch immer so gewesen) max. 20 Pfund, sondern 25 Pfund. 1,70 Pfund mehr hätte sie noch kosten dürfen, aber mehr hatten wir wirklich nicht mehr im Geldbeutel.






Die Sicherheitskontrolle brachte uns erneut zum Schmunzeln. Bine, unsere "eiserne Lady" wird ja immer aussortiert. Das Metall im Arm könnte ja eine Waffe sein. Aber auch Moni musste zur Nachkontrolle. Wir vermuten ja sie hat das Kochbuch zu ernst genommen und die Kekse nur als Elch getarnt, von denen einer scheinbar gefährlicher als die anderen beiden waren. ;) Als endlich feststand das Bine nicht gefährlich und Moni keine Drogen schmuggeln wollte wurden wir von einem Herrn bezüglich einer Umfrage zur Emigration befragt. Jede zehnte Person wird befragt und das war ausgerechnet ich. Zu erst dachten wir er spricht mit uns allen was die Sache nicht einfacher machte bei Fragen wie "Wie viel Geld haben sie ausgegeben?" oder "Was haben sie gekauft?". Besonders schwierig war ihm aber den Grund unserer Reise zu erklären. Mindestens 20 Minuten wenn nicht noch länger hat der nette Herr uns aufgehalten, zum Glück hatten wir genug Zeit eingeplant.




Und so blieb uns auch noch genug Zeit übrig gemütlich zu Quatschen, mit ein paar anderen Demos die auf den Rückflug warteten ein paar Worte zu wechseln und uns an den Gedanken zu gewöhnen das uns der Alltag in wenigen Stunden wieder hat. Aber was wäre dieses Wochenende wenn nicht auch im Flugzeug eine Kleinigkeit schief gegangen wäre und ich sehe jetzt mal von dem merkwürden Herrn neben Caro ab. Für mich gab es kein Sandwich, vegetarisch war mal wieder aus. So musste ich mich mit einem zwar leckeren, aber zerquetschten und winzig kleinen Stück Kuchen zum Abendessen begnügen.





Am Flughafen in Frankfurt angekommen warteten wir auf unsere Koffer. Meiner ist ja doch sehr auffällig, aber Caro erkannte ihren eigenen Koffer nicht mehr. :)  Natürlich haben wir auch hier auf dem Weg zu unserem "Abholteam" erst mal einen Umweg gemacht, da wir viel zu weit gelaufen sind und dann in der Kälte alles wieder zurücklaufen mussten. Komische Beschilderung haben die dort. ;) 




Und weil Umwege ja so toll sind haben wir auch auf dem Heimweg kurz mal die Straße in die falsche Richtung genommen bis uns auffiel das wir hier gar nicht hinwollten. Dennoch haben wir es bis nach Hause geschafft. Nicht vergessen werde ich auch den ersten Satz von Caros Mann der ihren Koffer aus unserem Auto nahm. Wer wollte nicht schon immer mal mit dem Satz "Gott ist der schwer!" begrüßt werden.

So, das wars von unserem amazing weekend in Manchester.

Fazit:
"amazing" ist unser Unwort des Jahres 2013.
Schlimmer geht immer!
Wer schon immer wissen wollte wie man an gratis Frühstück, ein größeres Zimmer und einen Preisnachlass im Hotel rankommt sollte eine kaputte Zimmertür haben.
Kann man ein Faible für Barkeeper entwickeln?
Wir sehen harmlos aus sind aber anscheinend gemeingefährlich.
"Wegen was sind wir eigentlich hier?" 


Lieben Dank an Caro, Moni und Bine die dieses Wochenende unvergesslich gemacht und mir auch ein paar der Fotos zur Verfügung gestellt haben. Es war so witzig mit Euch Mädels, das schreit nach einer Wiederholung.

So, aber Einen hab ich noch für Euch zum Thema Pech. Montag Früh ist mir auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn die Lichtmaschine kaputt gegangen. Sprich, das Auto ging mitten unter der Fahrt aus. Witzig daran war nur das ich 500 Meter vor der Ausfahrt liegen blieb, genau gegenüber (also auf der anderen Seite der Autobahn) von meiner Arbeit der ich quasi zuwinken konnte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen