Dienstag, 10. April 2018

Der Höllenschlund von Wiesbaden – OnStage Teil 1

Wo fang ich an, wo hör ich auf. Sinnvoll wäre bereits an dieser Stelle schon mal die Warnung, dass der Bericht mal wieder etwas länger wird. Kein Wunder wenn sich gut 1200 Kreative zum OnStage local Event von Stampin' Up!, diesmal in Wiesbaden, treffen.

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass es bei solchen Treffen immer etwas zu berichten gibt. Und seltsamerweise passieren ausgerechnet meinen Mitreisenden und mir immer die lustigsten Dinge. Ob das nun an Stampin' Up!, Caro oder Susanne, an mir oder der gefährlichen Kombination aller Komponenten liegt muss ich erst noch rausfinden. Aber kaputte Türen, den Dienst verweigernde Navis, Herumirren in Parkhäusern und sonstige im Nachhinein mehr oder weniger lustige Geschichten gehören quasi standardmäßig dazu.

Aber von Vorne. Am Freitag Nachmittag ging es los. Mein rosa Täschchen war gepackt und direkt nach der Arbeit bin ich nach Coburg gedüst um Caro und Susanne aufzugabeln. Gemeinsam haben wir uns dann auf den Weg nach Wiesbaden gemacht. Scheinbar gefällt meinem Navi diese Strecke besser als der Ruhrpott, zumindest hat es diesmal funktioniert. Könnte aber auch daran liegen, dass mein Auto die Strecke bis Frankfurt schon kennt.

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

Kurz vor der Ankunft bekamen wir per sms von unserem Hostel Anweisungen bezüglich der Tiefgarage. Gelesen hat sich das alles super easy und auch das Hostel war leicht zu finden doch die Tiefgarageneinfahrt war etwas klein, die kann man schon übersehen. Während Caro den Code eingegeben hat und das Schlüsselkästchen gesucht hat, welches jedoch eben selbes Kästchen zum Code eingeben war, habe ich mit dem ersten Angstschweiß des Tages im Gesicht quer auf der Busspur gestanden und gehofft, dass mir kein Bus meinen geliebten Kofferraum wegrammt. Ein Kombi ist halt nicht unbedingt ein Großstadtwagen.

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

Hätte ich geahnt was uns dann erwartet, wäre das mit dem fehlenden Kofferraum wohl gar nicht mal so ne schlechte Idee gewesen. Mal ehrlich, wer um Himmels Willen hat sich diese Tiefgarage ausgedacht? Ein Schlumpf? Als Schlittenberg wäre das super, richtig schön steil, aber als Tiefgarageneinfahrt? Ungelogen, es war die Hölle. Mehr oder weniger senkrecht ging es abwärts um dann sofort in eine 90 Grad "Kurve" zu münden. Ach und die Säulen, auf keinen Fall die Säulen vergessen. Zum Glück standen auf den ersten Parkplätzen keine Autos sonst hätten wir mächtig Probleme gehabt. Die hatten wir dann doch noch, denn die beiden Hostelparkplätze waren belegt. Dabei waren sie doch extra für mich rosa gekennzeichnet.

Kurzerhand haben wir einfach fremdgeparkt und uns beim Personal gemeldet. Jetzt weiß ich auch warum die nette Dame nicht gewusst hat wo wir parkten. Da stand nicht Alten- sondern Atemzentrum. Was soll ich sagen. Nachdem wir den ersten Schock des Tages mit dieser Tiefgarage gemeistert hatten und froh waren heil geparkt zu haben ohne das mein Auto oder sonstwer zu Schaden kam, sollten wir da tatsächlich wieder raus!!!! Mitlerweile war auch Silke zu uns gestoßen, die bereits vor uns angereist war. Klugerweise mit dem Zug.

Vor dem Umparken haben wir erst mal das Gepäck ins Zimmer verfrachtet um dann ein Déjà-vu in umgekehrter Reihenfolge zu erleben. Ging die Tür in Manchester nicht mehr auf, so ging unsere nicht mehr zu. Denn der Schließmechanismus war bereits ausgelöst, sprich der Riegel rausgefahren. Was haben wir gelacht und gleichzeitig geflucht bis wir das endlich wieder hinbekommen hatten und wir die Tür schließen konnten, in der Hoffnung jemals wieder die Tür öffnen zu können.

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

Aus Sicherheitsgründen oder schlichtweg weil ich Panik hatte, sind wir dann zu Fuß zur zweiten Tiefgarage gewandert um diese vorab zu erkunden. Die Abfahrt hatte gut zwei Grad weniger Gefälle, dafür gefühlte tausend Säulen mehr. Die Spur war etwas breiter und im Allgemeinen hatten wir das Gefühl "das wird was, viel besser als die andere".

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

Todesmutig bin ich mit Caro in den Höllenschlund zurück um das Auto zu holen. Man mag es kaum glauben, aber die Ausfahrt hat die Einfahrt um das hundertfache übertroffen. Caro hat den Einweiser gespielt (nochmal herzlichen Dank) und mich Stück für Stück Richtung Ausfahrt bugsiert, obwohl sie gute Miene zum bösen Spiel gemacht hat und innerlich überzeugt war das es nix wird ohne mein Auto zu schrotten. Das war keine Millimeterarbeit, das waren definitiv schon Mikrometer um die es hier ging. Vor, zurück, halt, wieder vor, zurück, Säule, vor, haaaaaalt! Wie gesagt, zum Glück waren die beiden ersten Parkplätze leer sonst wären wir als Gefangene der Tiefgarage geendet. Nachdem wir auch die senkrechte Auffahrt, die gerade mal so breit wie mein Auto war, gemeistert hatten, ohne auf der Straße, die ja nicht einsehbar war, (man fährt ja quasi dem Himmel entgegen) jemand über den Haufen zu fahren, ging es zur anderen Tiefgarage.

Wenn man dann so im Auto sitzt, mit einem Adrenalinschock und der Freude heil aus der Höllengarage gekommen zu sein ist das nicht gerade hilfreich wenn man feststellen muss, dass die zweite Tiefgarage doch nicht so viel besser ist. Die Kurven waren für die Länge meines Autos eine Herausforderung die ebenfalls nur mit Begleitschutz von Caro, Susanne und Silke zu meistern war. Dann kam auch noch aus dem Nichts ein Fahrzeug, also alles wieder zurück damit der gute Mann an uns vorbeikam. Irgendwie haben wir es dann tatsächlich geschafft und mein Auto stand, so wie es sich gehört und als ob nichts gewesen wäre im Parkplatz. Die Tatsache, dass wir da auch wieder rausmüssen haben wir gekonnt ignoriert.

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

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Wenn es nach mir ginge würde ich beide Tiefgaragen für Abenteuerurlaub anbieten oder die offizielle Parkolympiade darin abhalten. Man hat wirklich einen Preis verdient wenn man dort heil rein und vor allem auch wieder heil rauskommt. Die erste hat uns so geschockt, dass wir nicht mal Fotos geknipst haben und keinen Fuß mehr reinsetzen wollten um nachträglich welche zu machen. Und bei Tiefgarage Nummer zwei sehen im Nachhinein betrachtet die Fotos richtig harmlos aus. Bucht einfach mal in Wiesbaden spaßhalber in einem der beiden Hostels in der Innenstadt ein Zimmer mit Parkplatz, schnappt Euch einen etwas längeren Kombi und Ihr wisst wovon ich spreche.

Dennoch gut gelaunt ging es dann in unsere tolle Unterkunft. Silke und ich haben uns schnell noch im Aldi mit ein paar Kleinigkeiten versorgt; auch das eine kleine Herausforderung. Kaba, wie kann man nicht wissen was Kaba ist. Zssss. Beim gemütlichen Abendessen haben wir dann auf Irina gewartet, die netterweise nach Centre Stage noch vorbeigeschaut hat. Nach einem kurzen Plausch und Fachsimpelei sind Caro und Irina dann in ihr Hotel weitergezogen und Silke, Susanne und ich in unsere Zimmer gewandert.

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

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Damit das mit dem Duschen frühmorgens auch klappt mussten Susanne und ich erst mal dieses High-Tech-Ding unter die Lupe nehmen. Wozu man Telefon, Ventilator, Radio und weiß ich nicht was noch alles in der Dusche benötigt ist mir ein Rätsel, aber gut. Ein rutschfester Boden wäre mit deutlich lieber gewesen. Den An- und Ausschalter fürs Wasser hatte Susanne schnell entdeckt und wurde prompt nass. Man sollte halt vorher die Ärmel nach hinten krempeln wenn man das Wasser aufdreht. Da es am nächsten Tag wieder früh raus ging, da fand ja der eigentliche Sinn unserer Reise statt, sind wir dann hundemüde ins Bett gefallen.

Stampin' Up! rosa Mädchen Kulmbach: OnStage in Wiesbaden Teil 1

Wie es weitergeht und was wir bei OnStage erlebt haben erfahrt Ihr im nächsten Bericht. Also unbedingt wieder vorbeischauen!

Kommentare:

  1. Die Geschichte mit dem Parkhaus hab ich sehr ähnlich im Motel one in Amsterdam erlebt. Horror ... sag ich nur. Gut, dass du nette Mitfahrer hattest, sonst hätte es vermutlich doch ein paar Beulen gegeben.
    Aber trotzdem musste ich jetzt bei deinem Bericht doch sehr schmunzeln ;)
    GLG sigrid

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    1. Ich hatte sowas auch schon in Berlin beim Ibis Hotel und wie gesagt, die erste Tiefgarage war ja noch tausend mal schlimmer als die auf den Fotos. Horror. Aber wie Du schon sagst, ist ja zum Glück alles gut gegangen.

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  2. Großartig! Einfach großartig, Dein Bericht! Genau so war es! Pünktchenstempel wäre stolz auf Dich! :-)

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    1. 😂 Jaaa, auch ich kann fließend ironisch gepaart mit einem Akzent Ironie. War aber auch zu lustig, im Nachhinein.

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